Award-Referat 2011

Nick Beglinger ist Präsident des erst Ende 2009 gegründeteten Wirtschaftsverbandes swisscleantech, der sich für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung einsetzt. Zudem ist er Mitgründer und CEO der Foundation for Global Sustainability (FFGS).

Studiert hat Nick Beglinger an der London School of Economics (LSE) und an der HEC School of Management bei Paris. Er sammelte weltweit Erfahrungen und machte Karriere bei Unternehmen wie McKinsey, der Boston ConsultingGroup, ING Bank und Maxmakers Ltd., die ihn nach China, Vietnam, Singapur und Abu Dhabi führten. In Asien gründete und verkaufte er ein Start-up Unternehmen.

Nick Beglinger,
Präsident swisscleantech,

spricht am WTT YOUNG LEADER AWARD zum Thema: Die neue Schweiz nach dem Atomstrom-Ausstieg

Award-Referat

Heute kämpft Nick Beglinger mit swisscleantech für nachhaltig angelegte Strategien, Konzepte und Umsetzungen an der Schnittstelle zwischen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft: Klimawandel, Ressourcenverknappung und Umweltverschmutzung bedingen einen Paradigmenwechsel zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Für Beglinger muss Cleantech das Zentrum der wirtschaftlichen Tätigkeit werden. Entsprechend gehören für ihn die politischen Rahmenbedingungen, die volkwirtschaftlichen Rechnungslegungen und die Unternehmensstrategien angepasst. Dann sieht er für die Schweiz eine rosige Zukunft. Deshalb spricht er am WTT YOUNG LEADER AWARD zum Thema "Die neue Schweiz nach dem Atomstrom-Ausstieg".

Cleantech und Swisscleantech

Sauberen Technologien, Dienstleistungen und Prozessen, kurz Cleantech, wird ein immenses Wirtschaftspotenzial vorausgesagt. Der Wirtschaftsverband swisscleantech (www.swisscleantech.ch) setzt sich seit Ende 2009 für die Entwicklung von Cleantech in der Schweiz ein. Ziel des Verbands ist es, die Schweiz als führenden internationalen Cleantech-Standort zu positionieren. Swisscleantech setzt sich für eine 40%-Reduktion der CO2-Emissionen bis 2020 ein, 20% im Inland und 20% im Ausland. Swisscleantech hat einen fulminanten Start hingelegt und fordert in der aktuellen Atomstrom-Diskussion als junger Wirtschaftsverband die grosse Economiesuisse heraus.

Saubere Technologien beschäftigen auch den Bund. Kürzlich wurde der Masterplan Cleantech Schweiz (www.cleantech.admin.ch) verabschiedet. Der Bund beabsichtigt darin, die ganze Wertschöpfungskette von Cleantech zu unterstützen. Unter anderem soll die Innovationskraft der Schweizer Firmen gestärkt werden, damit sie sich in Richtung Cleantech entwickeln. Am 25.5.2011 hat der Bundesrat zudem entschieden keine neuen Atomkraftwerke mehr zu bauen. Damit ist Cleantech endgültig zu einem strategischen Eckpfeiler geworden.

Die im Februar 2010 erschienene Studie von McKinsey & Company „Wettbewerbsfaktor Energie“ bescheinigt allein dem Bereich effizienter Energieversorgung 16.000 Arbeitsplätze in der Schweiz. Hiesige Unternehmen könnten laut der Studie in diesen an eine Reduktion der CO2-Emission anknüpfenden Märkten ihren Umsatz von heute rund zehn Milliarden auf zirka 30 Milliarden Franken im Jahr 2020 steigern.